Aktionsgemeinschaft zur Reduzierung der LÀrmbelastung durch die A 81 im GesprÀch mit dem RegierungsprÀsidium Stuttgart

Geschrieben von elly-martinat am 11. März 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Vertreter der „Aktionsgemeinschaft A81“ aus Asperg, Ludwigsburg und Möglingen trafen sich vergangene Woche beim RegierungsprĂ€sidium Stuttgart zur AbklĂ€rung der vorgesehenen Bau- und LĂ€rmschutzmaßnahmen am Autobahnabschnitt Ludwigsburg-SĂŒd bis Ludwigsburg-Nord.
Die „Aktionsgemeinschaft zur Reduzierung der LĂ€rmbelastung durch die A 81“ (Ag-A81) hatte schon vor Monaten um ein GesprĂ€ch mit dem RegierungsprĂ€sidenten gebeten. In diesem GesprĂ€ch sollten die Forderungen der Ag-A81 nochmals angemeldet und ĂŒber die vom Land beabsichtigten Bau- und LĂ€rmschutzmaßnahmen diskutiert werden.
Dieses GesprĂ€ch kam nunmehr letzte Woche zustande, zwar ohne den RegierungsprĂ€sidenten, aber mit den zustĂ€ndigen Mitarbeitern unter FĂŒhrung des Leiters der Abteilung Straßenwesen und Verkehr beim RegierungsprĂ€sidium Stuttgart, Herrn Konradin Heyd. Die Vertreter der Ag-A81, Rolf Janiak aus Asperg, Roland Gemeinhardt und Siegfried Schill aus Möglingen sowie Roland Glasbrenner, Peter Griesmaier, Wilhelm Haag und Reinhold Noz aus Ludwigs-burg ließen sich ĂŒber vorgesehenen Maßnahmen des RegierungsprĂ€sidiums informieren.
Herr Heyd erlÀuterte die Notwendigkeit, die A 81 8-streifig auszubauen. Bei einem
8-streifigen Ausbau sei es auch keine Frage, dass die notwendigen LĂ€rmschutzmaßnahmen ergriffen wĂŒrden. Dieser 8-streifige Ausbau der A 81 sei jedoch im Bedarfsplan fĂŒr das Bundesfernstraßennetz nicht enthalten. Vorrangig mĂŒsste deshalb die Aufnahme in diesen
Bedarfsplan erreicht werden, da andernfalls keine Mittel fĂŒr einen 8-streifigen Ausbau bereitgestellt wĂŒrden.
Um der vorhandenen Verkehrsbelastung ohne einen 8-streifigen Ausbau Herr zu werden, ist es laut RegierungsprĂ€sidium Stuttgart zwingend notwendig, die beiderseitigen Standspuren zwischen Stuttgart-Zuffenhausen und Ludwigsburg-Nord zu öffnen und eine so genannte Verkehrsbeeinflussungsanlage zu errichten. Diese Anlage gibt je nach Verkehrsmenge die Standspuren frei und reduziert die zulĂ€ssige Höchstgeschwindigkeit bzw. sperrt diese Standspuren dann wieder. Die voraussichtlichen Kosten fĂŒr die erforderlichen SchilderbrĂŒcken, die Verkabelungen und die Schutzplanken betragen ca. 14 Mio. Euro. ZusĂ€tzlich sollen neue Nothaltebuchten fĂŒr liegen gebliebene oder beschĂ€digte Fahrzeuge errichtet werden. Außerdem mĂŒssen Ein- und AusfĂ€delspuren im Bereich des Au-tobahnknotens Ludwigsburg-SĂŒd hergestellt werden.
ZusĂ€tzlich muss die AutobahnbrĂŒcke ĂŒber die L 1140 beim Autobahnknoten SĂŒd erweitert werden. Als Erweiterung ist vorgesehen, in beiden Fahrtrichtungen je ein ZusatzbrĂŒckenteil an die vorhandene BrĂŒcke anzusetzen, um so auch auf der BrĂŒcke den Verkehrsfluss zu gewĂ€hrleisten. Die voraussichtlichen Kosten dafĂŒr betragen ca. 4,5 Mio. Euro. ZustĂ€ndig sind das RegierungsprĂ€sidium und fĂŒr die Planung die Landesstelle fĂŒr Straßentechnik. Beide sind vom Ministerium beauftragt, diese Maßnahmen vorzubereiten.
Das RegierungsprĂ€sidium Stuttgart anerkennt, dass bereits heute hohe LĂ€rmimmissionen fĂŒr Teile von Asperg, Möglingen und Ludwigsburg vorhanden sind. Sowohl die Bundes- als auch zwischenzeitlich die Landesregierung anerkennen darĂŒber hinaus, dass die erst vor kurzem erweiterte Autobahnzufahrt Ludwigsburg SĂŒd in Verbindung mit der Freigabe der Standspu-ren so genannte „wesentliche bauliche VerĂ€nderungen“ darstellen. Daraus resultieren auch eventuelle AnsprĂŒche im Hinblick auf LĂ€rmschutzmaßnahmen.
Als förmliche Voraussetzungen fĂŒr die baulichen Erweiterungsmaßnahmen wird momentan ein Vorentwurf fĂŒr das Planfeststellungsverfahren ausgearbeitet.
Parallel dazu werden die aktuellen Immissionen und LĂ€rmwerte berechnet und Prognosen ĂŒber die Zunahme dieser Werte durch die Öffnung der Standspuren und als weitere Prognose die möglichen LĂ€rmwerte im Jahr 2025 ausgearbeitet. Zur Vorbereitung werden im MĂ€rz und April 2010 VerkehrszĂ€hlungen sowohl tagsĂŒber als auch nachts vorgenommen. Um objektive
Ergebnisse zu erzielen, werden diese ZĂ€hlungen nicht im Winter, sondern im FrĂŒhjahr durch-gefĂŒhrt. Die LĂ€rmberechnungswerte werden so ausgearbeitet, als wenn die Autobahn auf der „grĂŒnen Wiese“ gebaut wĂŒrde und welche Immissionen sich dabei ergeben. LĂ€rmĂŒberlage-rungen zum Beispiel durch Bahnlinien oder die L 1140 können so ausgefiltert werden.
Das Ergebnis dieser LĂ€rmberechnungen wird dann die Grundlage dafĂŒr sein, welche LĂ€rm-schutzmaßnahmen ergriffen werden mĂŒssen. Hier ist zu unterscheiden, ob LĂ€rmsanierungs- oder LĂ€rmvorsorgemaßnahmen durchzufĂŒhren sind. Außerdem hĂ€ngt es von diesen Berechnungsergebnissen ab, ob aktive oder passive LĂ€rmschutzmaßnahmen notwendig sind. Aktive LĂ€rmschutzmaßnahmen sind zum Beispiel LĂ€rmschutzwĂ€nde und sonstige Maßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung des LĂ€rms. Passive LĂ€rmschutzmaßnahmen sind zum Beispiel der Einbau von LĂ€rmschutzfenstern, die dann kostenmĂ€ĂŸig entweder anteilig oder insgesamt vom Land ĂŒbernommen werden wĂŒrden.
Gleichzeitig zur Ausarbeitung der LĂ€rmimmissionsbelastungen werden auch die sonstigen Belastungen untersucht. Des trifft hauptsĂ€chlich auf die Luftbelastung durch Feinstaub und Stickoxyde zu. Auch hier mĂŒsste bei weiter prognostizierten Zunahmen ĂŒber Schutzmaßnahmen nachgedacht werden.
Das RegierungsprĂ€sidium Stuttgart geht davon aus, dass diese insgesamt fĂŒr die Genehmi-gung des Vorentwurfes notwendigen Ausarbeitungen und Berechnungen bis Ende 2010 komplett fertig gestellt sein werden. Danach wird dieser Vorentwurf an die Landesbehörde und das Bundesministerium fĂŒr Verkehr zur Genehmigung weiter geleitet. Dabei wird mit einer Genehmigungszeit von ca. 6 Monaten gerechnet, so dass nach einer erfolgten Genehmigung mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens ungefĂ€hr Mitte 2011 gerechnet werden kann. Das Planfeststellungsverfahren dĂŒrfte frĂŒhestens 2012 verbindlich werden. Erst danach kann mit den straßenbautechnischen Arbeiten begonnen und die Standspur von Stutt-gart-Zuffenhausen nach Ludwigsburg-Nord freigegeben werden. Immer vorausgesetzt, dass die doch nicht unerheblichen finanziellen Mittel bereitgestellt worden sind.
Herr Heyd und sein Mitarbeiterstab sagten den Vertretern der Ag-A81 weitere Informationen, die Einsichtnahme in aussagefĂ€hige Unterlagen und ein weiteres Treffen mit dem Ag-A81-Arbeitskreis im Herbst 2010 zu. Die Vertreter der Ag-A81 bedankten sich fĂŒr das konstrukti-ve GesprĂ€ch, stellten aber klar, dass sie den vorgesehenen Zeitplan kritisch begleiten und sich bei eventuellen Verzögerungen vorbehalten werden, weitere Aktionen durchzufĂŒhren. Die „Schmerzgrenze“ durch LĂ€rmbelĂ€stigungen sei bei den Anwohnern aus Asperg, Möglingen, Eglosheim und Pflugfelden nĂ€mlich lĂ€ngst ĂŒberschritten.

Antwortschreiben aus dem Bundesverkehrsministerium

Geschrieben von martin-mueller am 29. Oktober 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Auf ein Schreiben der Vertreter der Aktionsgemeinschaft an das Bundesministerium fĂŒr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung – in Person an die parlamentarische StaatssekretĂ€rin Karin Roth (aufgrund des Regierungswechsels nun nicht mehr im Amt) – ging nun eine Antwort ein. Aus dem Schreiben geht nicht eindeutig hervor, in welcher Form und ob es ĂŒberhaupt zu LĂ€rmschutzmaßnahmen entlang der A81 auf dem betreffenden Abschnitt kommen wird. Allerdings wird es auch nicht kategorisch ausgeschlossen.

RĂŒckmeldungen aus dem RegierungsprĂ€sidium lassen sogar vermuten, dass es auf jeden Fall VerĂ€nderungen in Richtung LĂ€rmschutz geben wird. Leider werden keine nĂ€heren Einzelheiten bekannt gegeben.

Den Brief aus dem Bundesverkehrsministerium können Sie hier herunterladen.

LĂ€rmeinwirkungen und mögliche Minderungs-Maßnahmen entlang der A 81

Geschrieben von martin-mueller am 20. Oktober 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Unter der Überschrift “LĂ€rmeinwirkungen und mögliche Minderungs-Maßnahmen entlang der A 81″ trug Dr. Peter-M. Valet vor Vertretern der Aktionsgemeinschaft am 19. Oktober 2009 vor. Nach einigen einleitenden Informationen ĂŒber LĂ€rm, dessen Messung und rechtlichen Rahmenbedingungen ging Dr. Valet auf die verschiedenen Bestandteile von LĂ€rm im Kraftfahrzeugverkehr ein. Dieser setzt sich aus AntriebsgerĂ€usch, RollgerĂ€usch und WindgerĂ€usch zusammen. PKW und LKW unterscheiden sich z.B. deutlich in der Zusammensetzung des GerĂ€uschs – beim LKW dominiert das Antriebs- und WindgerĂ€usch. Gleichzeitig ist zu berĂŒcksichtigen, dass ein LKW dem LĂ€rm von zehn PKWs gleichkommt. Auch die Steigung der Straße spielt eine wesentliche Rolle – sieben Prozent Steigung fĂŒhren zu einer Vervierfachung des LĂ€rms.

Im letzten Teil des Vortrags wurden verschiedene Möglichkeiten der LÀrmbekÀmpfung diskutiert. Dr. Valet prÀsentierte die Ergebnisse einer rechnerischen LÀrmverÀnderung bei Geschwindigkeitsbegrenzungen und stellte auch die Wirkungen von LÀrmschutzwÀnden vor. Letzteres kann jedoch nur bei einer entsprechenden Höhe (maximal acht Meter nach aktuellen Vorstellungen) und in gewinkelter Bauweise zu einer Verbesserung der Situation beitragen.

Die vollstÀndige PrÀsentationsunterlage kann hier heruntergeladen werden.

RegierungsprÀsident soll zum GesprÀch eingeladen werden

Geschrieben von martin-mueller am 30. September 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Auf der vergangenen Sitzung der Aktionsgemeinschaft wurde einstimmig beschlossen, RegierungsprĂ€sident Johannes Schmalzl zu einem Besuch “vor Ort” und einer Diskussion ĂŒber die Möglichkeiten des LĂ€rmschutzes an der A81 einzuladen. Das GesprĂ€ch soll dazu dienen, die eigenen Positionen zu erlĂ€utern.

Parallel werden sich die Landtagsabgeordneten Herrmann (CDU) und Walter (GrĂŒne) an das Innenministerium wenden. Auch bei den neu gewĂ€hlten Bundestagsabgeordneten will man “am Ball bleiben”, um so die Interessen der Aktionsgemeinschaft weiter voranzutreiben.

In den nĂ€chsten Wochen wird es immer wieder GesprĂ€che und Veranstaltungen rund um das Thema LĂ€rmschutz geben, zu denen die betroffenen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger jeweils herzlich eingeladen sind.

Friedliche Demo fĂŒr mehr LĂ€rmschutz an der A81

Geschrieben von elly-martinat am 21. September 2009 | Abgelegt unter Pressemitteilungen

Roland Glasbrenner (Freie WĂ€hler) beim Demonstrationsauftakt

Roland Glasbrenner (Freie WĂ€hler) beim Demonstrationsauftakt

Gut 500 folgten am 20. September dem Demonstrationsaufruf der Aktionsgemeinschaft zur Reduzierung der LĂ€rmbelastung durch die A81 (Ag A81).  Betroffene BĂŒrger und BĂŒrgerinnen aus Ludwigsburg, Asperg, Möglingen und Freiberg zeigten mit Ihrer Anwesenheit den Unmut gegen die Haltung der Behörden. Diese möchten auch die zweite Standspur  von Ludwigsburg SĂŒd in Richtung Ludwigsburg Nord bei Bedarf als Fahrspur freigeben, ohne fĂŒr zusĂ€tzliche LĂ€rmschutzmaßnahmen zu sorgen. Mit Plakaten, Transparenten und Trillerpfeifen zeigten die Demonstranten friedlich ihren Unwillen.

Auch die Verwaltungen der Gemeinden  stehen geschlossen hinter den Forderungen der Ag A81 und waren mit den BĂŒrgermeistern Ulrich Storer (Asperg), Eberhard Weigele (Möglingen), Hans Schmid (Ludwigsburg), Konrad Seigfried (Ludwigsburg) prominent vertreten. Die beiden Landtagsabgeordneten Klaus Hermann (CDU) und JĂŒrgen Walter (GrĂŒne) sagten ihre ebenfalls ihre UnterstĂŒtzung zu.

Demonstrationszug bei der Ankunft an der Autobahnauffahrt

Demonstrationszug

Die Initiatoren der Initiative Roland Glasbrenner (Freie WĂ€hler Ludwigsburg) und Reinhold Noz (CDU Ludwigsburg) waren froh innerhalb von nur 75 Tagen so ein Projekt auf die Beine zu stellen. „Wir haben ein Ausgangslagenproblem“, so die beiden Sprecher der Ag A81, „Farbe und Pinsel, mit denen die Standspur als Fahrspur umgewidmet werden, seien keine baulichen VerĂ€nderungen, daher sei kein LĂ€rmschutz notwendig sagen die zustĂ€ndigen Behörden“. Fakt ist aber, dass die Standspur Ludwigsburg Nord nach SĂŒd nicht durchgĂ€ngig vorhanden war. Dies wurde bereits „still und leise“ in den letzten Monaten verwirklicht, um nun als Fahrspur freigegeben zu werden. Schon heute ist es an der A81 lauter als am Flughafen Stuttgart, wo wenigstens nachts durch das Nachtflugverbot Ruhe herrscht.

Reinhold Noz (CDU) erlÀutert die Ziele der Demonstration

Reinhold Noz (CDU) erlÀutert die Ziele der Demonstration

Die momentane Gesetzeslage des Bundesverkehrsministerium schreibt vor, dass bei LĂ€rmwerten unter 72 dB(A) LĂ€rmschutz keine Verpflichtung sei. Nur 10 dB(A) mehr fĂŒhrt zur Verdoppelung des LĂ€rms! PlĂ€ne diese politisch festgelegte LĂ€rmgrenze abzusenken gibt es allerdings, da andere Ministerien anderer Auffassung sind und diese LĂ€rmpegel als gesundheitsschĂ€dlich betrachten. Ein Hauptproblem auf der A81 ist der Schwerlastverkehr, der laut Prognosen bis 2025 um 80% zunehmen wird, der Individualverkehr dagegen nur um 15%. Und nach gutachterlicher Auffassung macht 1 LKW soviel LĂ€rm wie 10 PKW. Ein geplantes Tempolimit auf der A81 wĂŒrde dem LĂ€rmschutz daher nur marginal nutzen.

Alle Fraktionen, stehen geschlossen hinter der Forderung der Ag A81! Verkehrsprobleme lassen sich nie alleine lösen! Erst in der gemeinsamen Aktion – kommunal ĂŒbergreifen haben wir eine Chance, so Pressesprecherin der Ag A81 Elly Martinat (Freie WĂ€hler Asperg).

Elly Martinat (Freie WĂ€hler) interviewt Bundestagskandidaten

Elly Martinat (Freie WĂ€hler) interviewt Bundestagskandidaten

In einem Interview konnten die Bundestagswahlkandidaten aus dem Wahlkreise Ludwigsburg ihre Stellung zu den Forderungen der Ag A81 geben. Die vier anwesenden Kandidaten (Steffen Bilger – CDU, Alexander Schopf – FDP, Jan Mönikes – SPD und Hans-JĂŒrgen Kemmerle (Linke) sagten ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr mehr LĂ€rmschutz an der A81 zu.

„Wir gehen fĂŒr uns, unsere Kinder und Enkel auf die Straße, um unsere Forderung nach LĂ€rmschutz durchzusetzen“, so die Ag-A81 Sprecher, „GrundsĂ€tzlich halten wir die Freigabe fĂŒr richtig, denn der weiter zunehmende Verkehr erhöht das Staurisiko und damit auch den Autobahn-Schleichverkehr durch angrenzende Gemeinden. Wir wehren uns aber dagegen, dass der LĂ€rmschutz nicht an den weiter ansteigenden Verkehr angepasst wird!“

Die Aktionsgemeinschaft besteht aus der CDU, Freien WĂ€hlern, SPD und FDP aus Ludwigsburg, die CDU, die Freien WĂ€hler, die SPD und die GrĂŒnen aus Asperg, die CDU, Freie WĂ€hler und SPD aus Möglingen, den BĂŒrgervereinen Eglosheim und Weststadt/Pflugfelden und der UnabhĂ€ngige Liste Freiberg (ULF).

Demonstranten "lauschen" der Kundgebung

Demonstranten "lauschen" der Kundgebung

Die Ag A81 freut sich auf jede UnterstĂŒtzung und setzt auf das Engagement der BĂŒrger und BĂŒrgerinnen fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Lösung an der A81! Zur Finanzierung des AktionsbĂŒndnisses gibt es zwei Spendenkonten: BĂŒrgerverein Eglosheim e.V., Volksbank Freiberg, BLZ 600 697 38, Konto Nr. 1 16 84 80 06 und BĂŒrgerverein Weststadt und Pflugfelden, Kreissparkasse Ludwigsburg, BLZ 604 500 50, Konto Nr. 13 07 67. Weitere Informationen zur Ag A81 findet man unter www.lĂ€rmschutz-A81.de.

Demoaufruf der Ag A81 fĂŒr mehr LĂ€rmschutz

Geschrieben von elly-martinat am 17. September 2009 | Abgelegt unter Pressemitteilungen

Die Aktionsgemeinsaft zur Reduzierung der LĂ€rmbelastung durch die A81 (Ag A81) ruft alle BĂŒrger und BĂŒrgerinnen sich am 20. September an der Demonstration zu beteiligen. „Es geht um unsere Gesundheit!“, so die Veranstalter. Treffpunkt ist 11 Uhr in Ludwigsburg-Pflugfelden, Wöhlerstraße (beim „Gaskessel“). Alle Beteiligten sollen möglichst mit Transparenten und Schildern kommen, um mit ihrer Beteiligung fĂŒr den dringend notwendigen LĂ€rmschutz an der A81 zu kĂ€mpfen.

Eine Untersagung fĂŒr den zweiten Antrag zur Demonstration „fĂŒr mehr LĂ€rmschutz an der A81“ liegt der Stadt Ludwigsburg seitens des RegierungsprĂ€sidiums nicht vor. Nur eine mĂŒndliche Zusage des RegierungsprĂ€sidiums, dass die Untersagung nicht kommen wird. Somit steht einer Demonstration am Sonntag, den 20. September nichts mehr im Wege.

Zum ersten Antrag der Ag A81, die Autobahn zwischen Ludwigsburg Nord und Ludwigsburg SĂŒd zu sperren um dort zu demonstrieren, ist im Übrigen bis heute noch keine schriftliche Absage eingetroffen. Sobald diese der Ag A81 vorliegt, werden Rechtsmittel dagegen eingelegt.

„Wir haben ein Ausgangslagenproblem“, so die Sprecher der Ag A81, „Farbe und Pinsel, mit denen die Standspur als Fahrspur umgewidmet werden, seien keine baulichen VerĂ€nderungen, daher sei kein LĂ€rmschutz notwendig sagen die zustĂ€ndigen Behörden“. Fakt ist aber, dass die Standspur Ludwigsburg Nord nach SĂŒd nicht durchgĂ€ngig vorhanden war. Dies wurde bereits „still und leise“ in den letzten Monaten verwirklicht, um nun als Fahrspur freigegeben zu werden.

Die momentane Gesetzeslage des Bundesverkehrsministerium schreibt vor, dass bei LĂ€rmwerten unter 72 dB(A) LĂ€rmschutz keine Verpflichtung sei. PlĂ€ne diese LĂ€rmgrenze abzusenken gibt es allerdings, da andere Minsisterien anderer Auffassung sind und diese LĂ€rmpegel als gesundheitsschĂ€dlich betrachten. Ein Hauptproblem auf der A81 ist der Schwerlastverkehr, der laut Prognosen bis 2025 um 80% zunehmen wird, der Individualverkehr dagegen nur um 15%. Und nach gutachterlicher Auffassung macht 1 LKW soviel LĂ€rm wie 10 PKW. Ein geplantes Tempolimit auf der A81 wĂŒrde dem LĂ€rmschutz daher nur marginal nutzen.

„Wir gehen fĂŒr uns, unsere Kinder und Enkel auf die Straße, um unsere Forderung nach LĂ€rmschutz durchzusetzen“, so die Ag-A81 Sprecher, „GrundsĂ€tzlich halten wir die Freigabe fĂŒr richtig, denn der weiter zunehmende Verkehr erhöht das Staurisiko und damit auch den Autobahn-Schleichverkehr durch angrenzende Gemeinden. Wir wehren uns aber dagegen, dass der LĂ€rmschutz nicht an den weiter ansteigenden Verkehr angepasst wird!“

Die Erfolgschancen hĂ€ngen entscheidend von der UnterstĂŒtzung durch die Bevölkerung ab. Je mehr BĂŒrger zu der Demonstration kommen und mit ihrer Unterschrift gegen den zunehmenden LĂ€rm pro-testieren, desto mehr Gewicht hat der Widerstand.

Die Organisatoren der Ag A81 trafen sich bereits mit Vertretern der Stadt Ludwigsburg und der Polizei vor Ort in den Hinteren Halten, um Einzelheiten der Veranstaltung abzuklĂ€ren. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz des Hornbach Baumarkt. Start der Demonstrationsveranstaltung wird um 11 Uhr in der Wöhlerstraße (beim “Gaskessel) sein. Mit Auftaktreden seitens der Organisatoren der Ag A81 und einem Interview der eingeladenen Bundestagskandidaten aus dem Wahlkreis Ludwigsburg werden die Demonstranten eingestimmt. Gegen 11.30 Uhr wird sich der Demonstrationszug in Richtung Autobahnausfahrt Ludwigsburg-SĂŒd in Bewegung setzten. Über die Karlsruher Allee und die Möglinger Straße auf die Landesstraße L 1140 zur Autobahnauffahrt. Hier findet eine Abschlusskundgebung statt. Danach wird der Demonstrationszug den gleichen Weg wieder zurĂŒcknehmen.

Die Aktionsgemeinschaft besteht aus der CDU, Freien WĂ€hlern, SPD und FDP aus Ludwigsburg, die CDU, die Freien WĂ€hler, die SPD und die GrĂŒnen aus Asperg, die CDU, Freie WĂ€hler und SPD aus Möglingen, den BĂŒrgervereinen Eglosheim und Weststadt/Pflugfelden und der UnabhĂ€ngige Liste Freiberg (ULF).
Die Ag A81 freut sich auf jede UnterstĂŒtzung und setzt auf das Engagement der BĂŒrger und BĂŒrgerinnen fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Lösung an der A81! Zur Finanzierung des AktionsbĂŒndnisses gibt es zwei Spendenkonten: BĂŒrgerverein Eglosheim e.V., Volksbank Freiberg, BLZ 600 697 38, Konto Nr. 1 16 84 80 06 und BĂŒrgerverein Weststadt und Pflugfelden, Kreissparkasse Ludwigsburg, BLZ 604 500 50, Konto Nr. 13 07 67. Weitere Informationen zur Ag A81 findet man unter www.lĂ€rmschutz-A81.de.

Demonstration am 20. September bringt Umleitungen mit sich

Geschrieben von martin-mueller am 16. September 2009 | Abgelegt unter Demonstration

Umleitungsstrecken wÀhrend der Demo am 20. September

Umleitungsstrecken wÀhrend der Demo am 20. September

Liebe BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, liebe Autofahrer,

die Demonstration fĂŒr den LĂ€rmschutz an der A81 möchte den Anwohnern eine Verbesserung der Situation in der Zukunft bringen. Damit dies erreicht werden kann, wird es am kommenden Sonntag bei der Demonstration auch zu ungeliebten EinschrĂ€nkungen kommen. Der Protestmarsch wird den Autoverkehr behindern. DafĂŒr möchten wir uns bereits im Vorfeld bei den Betroffenen entschuldigen, hoffen jedoch auf ihr VerstĂ€ndnis und wĂŒnschen uns mentale SolidaritĂ€t.

Umleitungsstrecken zur Demo am Sonntag, den 20. September 2009.

Ag-A81 wendet sich an StaatssekretÀrin im Bundesverkehrsministerium

Geschrieben von martin-mueller am 15. September 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Karin Roth und Reinhold Noz (rechts) im GesprÀch

Karin Roth und Reinhold Noz (rechts) im GesprÀch

Der Sprecher der Ag-A81, Reinhold Noz, hat beim Spatenstich zur Renaturierung der Neckarwiesen die Gelegenheit genutzt, die StaatssekretĂ€rin aus dem Bundesverkehrsministerium, Karin Roth, auf das Anliegen der Aktionsgemeinschaft aufmerksam zu machen und ĂŒber die Demonstration am Sonntag, den 20. September zu informieren.

Die Ag-A81 wendet sich nun in einem Schreiben an die StaatssekretĂ€rin. Auf die Reaktion dĂŒrfen wir gespannt sein.

Offener Brief an die Bundestagskandidaten – Einladung zur Demonstration am 20. September

Geschrieben von martin-mueller am 13. September 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Die Aktionsgemeinschaft Ag-A81 hat sich in einem offenen Brief an die Kandidaten zur Bundestagswahl im Wahlkreis Ludwigsburg gewandt, und alle Kandidaten zur Demonstration am kommenden Sonntag eingeladen.

Ag-A81 demonstriert in jedem Fall fĂŒr LĂ€rmschutz an der A81!

Geschrieben von elly-martinat am 11. September 2009 | Abgelegt unter Pressemitteilungen

Die Ag-A81 rechnet mit einer Entscheidung, ĂŒber ihren Antrag am 20. September 2009 auf der Autobahn A81 demonstrieren zu dĂŒrfen, bis Ende dieser Woche. Alle Anzeichen stehen allerdings auf „rot“, dass Stadt Ludwigsburg auf Empfehlung des RegierungsprĂ€sidiums die Demonstration negativ entscheiden wird. Hier wird die Ag-A81 allerdings in jedem Falle in die Rechtsmittel gehen.

Die Chancen hier Recht zu bekommen sind nicht schlecht. So wurde am 31. Juli diesen Jahres seitens des Verwaltungsgerichtshofes Hessen in einem Eilverfahren entschieden: „Eine Versammlung oder ein Aufzug ist grundsĂ€tzlich auch auf einer Bundesautobahn zulĂ€ssig und darf dort nur verboten werden, wenn die RechtsgĂŒterabwĂ€gung eine nicht hinzunehmende GefĂ€hrdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ergibt.“ Die Demonstration auf der A44 wurde fĂŒr zulĂ€ssig erklĂ€rt. Ebenfalls in diesem Jahr fand eine Demonstration auf der A17 bei Dresden statt und in Berlin auf der A115.

Um eine Demonstration am 20. September wie geplant durchfĂŒhren zu können, stellt die Ag-A81 eine ersatzweise Anmeldung einer Demonstration ĂŒber eine verĂ€nderte StreckenfĂŒhrung und Zielsetzung. Neuer Vorschlag: Sperrung der Landesstraße L 1140, Teilsperrung der Karsruher Alle und der Möglinger Straße. Sperrung der Autobahnausfahrt Ludwigsburg-SĂŒd von Richtung Stuttgart und der Zufahrt in Richtung Heilbronn (nur das östliche Kreuzungsbauwerk).

„Wir gehen fĂŒr uns, unsere Kinder und Enkel auf die Autobahn, um unsere Forderung nach LĂ€rmschutz durchzusetzen“, so die Ag-A81 Sprecher. Die Aktionsgemeinschaft bestehend aus der CDU, Freien WĂ€hlern, SPD und FDP aus Ludwigsburg, der CDU, der Freien WĂ€hler, der SPD und den GrĂŒnen aus Asperg, der CDU, den Freien WĂ€hler und der SPD aus Möglingen sowie den BĂŒrgervereinen Eglosheim und Weststadt/Pflugfelden fand bei ihrer letzten Sitzung VerstĂ€rkung. Ebenfalls betroffen von der temporĂ€ren Freigabe der Fahrspur, die von Zuffhausen bis Pleidesheim geöffnet werden soll, will sich die UnabhĂ€ngige Liste Freiberg (ULF) in die Aktionsgemeinschaft einbringen.

In dieser Woche gehen die Plakate, die fĂŒr LĂ€rmschutz an der A81 und die Demonstration am 20. September ab 11 Uhr, Hintere Halden (beim Gaskessel) werben, auf die Straße. Des weiteren werden bis Ende der Woche Informationsflyer an alle vom LĂ€rm der A81 betroffenen Haushalte verteilt. Auch können die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit Ihrer Unterschrift auf den ausgelegten Unterschriftlisten sich fĂŒr den LĂ€rmschutz A81 aussprechen.

Die Ag-A81 freut sich auf jede UnterstĂŒtzung und setzt auf das Engagement der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Lösung an der A81! Zur Finanzierung des AktionsbĂŒndnisses gibt es zwei Spendenkonten: BĂŒrgerverein Eglosheim e.V., Volksbank Freiberg, BLZ 600 697 38, Konto Nr. 1 16 84 80 06 und BĂŒrgerverein Weststadt und Pflugfelden, Kreissparkasse Ludwigsburg, BLZ 604 500 50, Konto Nr. 13 07 67.